
Die Diagnose Krebs versetzt Betroffene sowie auch Angehörige in den ersten Tagen so gut wie immer in einen Schockzustand. Sie ist verwirrend, beängstigend, bedrohlich und niederschmetternd. Wird die Diagnose Prostatakrebs gestellt, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass das Wort „Krebs“ sich auf ein extrem breites biologisches Spektrum bezieht und dass Prostatakrebs – sofern er frühzeitig erkannt wird – in der Regel weniger aggressiv ist als viele andere Krebsarten.
Als neu diagnostizierter Patient sind Sie vielleicht hin- und hergerissen zwischen Argumenten, die einen Behandlungsplan dem anderen vorziehen. Oder: Sie fühlen sich nicht in der Lage, die Entscheidungen zu treffen, die von Ihnen verlangt werden. Familienmitglieder und Angehörige möchten gerne helfen, jedoch fehlt oftmals das Gespür für die Bedürfnisse des Betroffenen. Eines der wichtigsten Hilfsmittel im Umgang mit Ihrer Diagnose, sowohl körperlich als auch emotional, ist die Aufklärung. Die auf dieser Webseite und in der Stop Prostatakrebs Broschüre enthaltenen Informationen können Ihnen das gute Gefühl vermitteln, fundierte Entscheidungen für sich und Ihre Familie treffen zu können.
Trotz des zunehmenden Optimismus bei der Behandlung kann die heutige Krebslandschaft eine Herausforderung sein, da Patienten Zugang zu einer noch nie da gewesenen Menge an Informationen haben. Es gibt Millionen krebsbezogener Webseiten, Blogs und Videos – alle auf Knopfdruck verfügbar. Für Viele ist die überwältigende Menge an verfügbaren Informationen eher eine Belastung als eine Hilfe.
STOP Prostatakrebs bündelt die aktuellsten und wichtigsten Informationen aus der Prostatakrebsforschung auf dieser Webseite. Sie richtet sich vor allem an jene Männer, bei denen Prostatakrebs neu entdeckt wurde. Die Webseite in Kombination mit dem Stop Prostata Krebs Booklet unterstützt Sie dabei, die Diagnose zu verstehen, zu verarbeiten und Betroffene zu proaktiven Therapie-Partnern zu machen.
Das verständlich vermittelte Expertenwissen soll zudem auch Angehörigen sowie Betreuern und Betreuerinnen als Navigationshilfe dienen.
Da die Forschung gerade beginnt, die genetischen Grundlagen von Krebs zu erkennen, richtet sich diese Webseite auch an alle Familienmitglieder, die verstehen möchten, wie sich gemeinsame Gene auf
ihre eigenen kurz- und langfristigen Risikofaktoren auswirken – und wann sie sich untersuchen lassen sollten.